Die Familienaufstellung ist eine Methode sich selbst als familiengeprägtes Wesen mit allen Sinnen wahrzunehmen und verstehen zu lernen. Das Ziel einer Aufstellung ist, neue, eigene Bewertungs- und Verhaltensmöglichkeiten erkennen und entstehen zu lassen.

Grundannahme für das Aufstellen von Familiensystemen ist, dass unsere Entwicklungs- und Verhaltensmöglichkeiten durch unsere „Familiengeschichte“ stark mitbestimmt und geprägt sind, und dass eben diese Prägungen und Einflüsse bei den jeweiligen Aufstellungen sicht- und fühlbar werden.
Zu unserer „Familiengeschichte“ gehört jedoch nicht nur unsere Kindheit, wovon viele Menschen ausgehen, sondern auch die Geschichte der vorhergehenden Generationen, die Geschichte unserer Ahnen.
Bei Familienaufstellungen kann deutlich werden, wie sehr unser Leben und damit unser Denken, Fühlen und Handeln von deren Regeln, Mustern und Loyalitäten beeinflusst sind.

Ich begegne den bei den Familienaufstellungen wirkenden „Kräften“ mit Respekt und Achtung und arbeite auch deshalb nur in kleinen Gruppen. Jede/r Teilnehmer/in hat die Möglichkeit Vor- und Nachgespräche mit mir zu führen. Ich bin bemüht neutral und allparteilich für jedes Familien-System zu sein und gehe davon aus, dass jede teilnehmende Person über eine ureigene Kompetenz verfügt und damit selbst bestimmt, wieviel und was bei einer Aufstellung sichtbar werden soll. Meine Aufgabe sehe ich vor allem darin, einen Raum und eine Atmosphäre bereit zu stellen, der die Entfaltung dieser individuellen Kompetenzen ermöglicht.

Ich führe Aufstellungen auch mit Hilfe von Papierscheiben oder Holzfiguren durch, falls eine Aufstellung in der Einzeltherapie erfolgversprechend erscheint. Die wesentlich kraftvollere Methode ist jedoch die Aufstellung in einer Gruppe.